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Mittwoch, 24. Oktober 2012

Sternenparade Teil 2 - auch genannt das Angstprojekt

Ich hab da so eine Freundin, die hat mir letztes Jahr einen wahnsinnig tollen und superaufwendigen Schal gestrickt. So, wie ich es nie hinkriegen würde. Als Dank habe ich angeboten, ihr zu nähen, was sie will, wann sie will. Ja und so ereilte mich dieses Projekt, ihre Lieblingshose nachzunähen. Das ist echt die Höchststrafe. Genau dieselbe Passform - wie sollte ich blos so genau arbeiten? Aber siehe da, es hat geklappt:


Erst einmal habe ich die alte Hose auseinandergenommen und neue Schnittteile hergestellt. Beim Zuschneiden habe ich eine Malerplane dazwischen geklemmt - so entstand auch gleich ein SM für die Nachfolgemodelle.


Dann alles wieder zusammen setzen - ich habe viel darüber gelernt, welche Reihenfolge Sinn macht und welche nicht - musste aber insgesamt nur zweimal auftrennen. Außerdem weiß ich jetzt, wie hervorragend meine Nähmaschine völlig ohne mein Zutun Knopflöcher näht und wie ein richtiger Jeanshosenschlitz auszusehen hat.


Heute war die große Anprobe. Es wurde noch etwas enger gemacht, der Bund angesetzt, Gürtelschlaufen dran und fertig!!! Sitz, passt, wackelt und hat Luft. Und ja, der Schlag sollte so...


Die Sterne befinden sich übrigens in den Hosentaschen und passen ganz hervorragend zur Besitzerin der Hose. Ich nähe jetzt erstmal nur noch nach SM - ist doch viel einfacher...

Montag, 5. September 2011

Zwei Amelie für beste Freundinnen

Zwischen Stoffmarkt und Kindergeburtstag wurden in der Mittagspause am Sonntag schnell zwei Amelie genäht. Eine mit Eulen für Emilia zum 2ten Geburtstag und eine mit Igeln für Minou, beide in Gr. 86/92.


Als Mitbringsel gab es obendrein ein Puzzle und Schokolollis. Die sind ganz einfach aus Doppelkeksen mti Kuvertüreüberzug auf einem Schachlikspieß mit Zuckerherzen und bunten Zuckerstreuseln verziert. (Idee von diversen Blogs geklaut ;-)


Samstag, 9. Juli 2011

Kaffeeseife

Ich habe mich endlich getraut und meine erste eigene Seife gesiedet. Drückt die Daumen, das sie gut wird! Das Rezept habe ich diesem Buch entnommen. Sie besteht aus Kokosfett, Palmfett, Olivenöl, Rapsöl und Mandelöl. Die Lauge wurde in sehr starkem Kaffe angerührt. 
Sinn und Zweck des Ganzen ist, das die Seife als Küchenseife unangenehme Gerüche entfernt - wenn man zB Knoblauch geschnitten hat - wir werden sehen.


Wie man sieht, habe ich die Kaffeelauge in der Spüle angerührt in einem eiskalten Wasserbad. Der Kaffee war auch eisgekühlt. Es gab kaum Dampfentwicklung und gestaltete sich viel entspannter als gedacht.


Dann habe ich die Kaffeelauge mit einem gehäuften Teelöffel Titandioxid aufgehellt.


Kaffeesatz und die Milkyways Seifenform standen schon bereit...


... und wurden dann mit dem Stabmixer verquirlt. Sieht aus wie ein Kuchenteig :-) Der Kaffeesatz soll die Wirkung gegen fiese Gerüche verstärken und einen Schrubbeleffekt haben.


Das ist erstmal das Ergebnis. Vorhin hatte sie schon eine schöne Gelphase. Ich hoffe mal, diese breitet sich auch noch in alle Ecken aus. Morgen oder Übermorgen dann Fotos von der ausgeformten Seife.

Dienstag, 24. Mai 2011

Ich ♥ den Ruffler!

So ihr Lieben,

wie versprochen, habe ich den Ruffler mal ausprobiert und eine kleine Anleitung dazu geschrieben. Zuerst nimmt man den Nähfuß und den Halter vom Nähfuß ab und baut den Ruffler ein. Dies sieht dann so aus:

An der einem zugewandten Oberseite des Rufflers kann man einstellen, wie oft der Stoff gerafft wird, nach 1, 6, 12 oder gar keinem Stich:


An der rechten Seite befindet sich eine orangfarbene Schraube, mit der man einstellen kann, wieviel Stoff gerafft wird, die Skala ist auf der linken Seite:


Zusammen mit der Stichlänge der Maschine kann man dann unzählige Rüschenvarianten umsetzen. Ich habe beim ersten Versuch bei jedem Stich gerafft, also Einstellung 1. Dazu dann 0,5 an der Schraube eingestellt. Dies ist die kleinste Einstellung, um möglichst wenig Stoff zu raffen, da ja immerhin bei jedem einzelnen Stich gerafft wird. Am Probestück kann man gut sehen, wie die Raffung variiert anhand der Stichlänge, nach rechts hin wird die Stichlänge weiter. Ich habe mich schlussendlich für 3,5 entschieden.


Nun nimmt man einen vorbereiteten Stoffstreifen in gewünschter Breite (bei mir ca. 10 cm) und säumt ihn. Wie ihr später sehen könnt, habe ich hierzu den kleinen Sternchenstich verwendet. 
Dann kommt der etwas kniffelige Teil, das Einlegen des Stoffes in den Ruffler. Hierzu sollte man sich genau an die Anleitung halten, so sollte es aussehen:


Dann kann man auch schon los-rüschen :-). Es lässt sich wirklich einfach nähen, sogar auf höchster Geschwindigkeit ohne das die Qualität leidet. Anders als ich es gemacht habe, empfehle ich aber rechts eine Nahtzugabe von 1 cm zu lassen, dann lässt sich die Rüsche besser einnähen am Ende.


Aus 1,55 m Stoff wurden übrigens bei meinen Einstellungen genau 60 cm Rüsche. Da ich leider 66 cm brauchte, habe ich die Rüsche am Ende etwas gedehnt. Wenn man vorsichtig ist, geht das sehr gut ohne das es am Ende auffällt. Et Voila:


Nun nur noch fix die Rüsche angenäht (rechts auf rechts), bügeln von rechts


und dann von der anderen Seite mit der Zwillingsnadel abgesteppt, ich habe die Weite 4 mm gewählt:


Fertig ist das gepimpte Jeansröckchen. Wenn man bedenkt, wie es vorher aussah, kann sich meine Kleine doch jetzt sehen lassen. Den Rock hat mein Mann übrigens vor über 2 Jahren als allererstes Kleidungsstück für unsere Tochter gekauft, also noch vor der Geburt. Aber diese gruselige Gardinenrüsche ging ja mal gar nicht. Jetzt gefällt es mir aber sehr gut, trotz der Pailletten ;-)